„Alles hat mindestens drei Seiten. Eine, die Du siehst, eine die ich sehe, und eine die wir beide nicht sehen.“

 


Pflegeeltern übernehmen im Rahmen der Familien- und Jugendhilfe eine wichtige Funktion. Damit sie diese äußerst anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe gut erfüllen können, braucht es in der Regel professionelle Beratung und Unterstützung in Form von Supervision. Supervision bietet im Wortsinne eine „Draufsicht“. In einem geschützten Rahmen kann das eigene Verhalten, Gedanken und Gefühl mit Blick auf die veränderte Situation, das Pflegekind und die Herkunftsfamilie, reflektiert werden. Neue Betrachtungs- und Handlungsweisen können im Supervisionsprozess entwickelt werden.

Das Zusammenleben in einer Pflegefamilie fordert von Pflegeeltern sehr viel Einfühlungsvermögen, Geduld, Energie, Konsequenz und oftmals eine große Portion Humor …

Pflegeeltern sind mit Situationen konfrontiert, …

  • die sie so noch nicht erlebt haben.
  • die sie stark fordern und manchmal überfordern.
  • die Fragen aufwerfen, auf die die bisherigen Antworten nicht zu passen scheinen.
  • die widerstreitende Gefühle mit sich bringen.
  • in denen die eigenen Grenzen spürbar werden.
  • die auspowern und manchmal das Gefühl auslösen, nicht mehr weiter zu wissen.
  • in denen fachliche Informationen und professionelle Begleitung hilfreich sein kann

 


Dieses Supervisionsangebot richtet sich an Pflegeeltern- und Familien die gemäß § 33 SGB VIII ein oder mehrere Kinder

  • in Dauerpflege
  • in Kurzzeitpflege
  • in Wochenpflege
  • in Tagespflege
  • in heilpädagogischer Dauerpflege/Tagespflege

aufgenommen haben.


Setting

Für Pflegeeltern- und Familien biete ich 90 Minuten Supervision an. Pflegeltern haben einen rechtlichen Anspruch auf Supervision, Beratung, Unterstützung und Begleitung (§ 37 SGB VIII). Eine Kostenübernahme kann bei der Fachstelle beantragt werden. Alle Supervisionsinhalte unterliegen (gemäß § 203 StGB) einer eng gefasster Schweigepflicht.